Der Auftrag
Die American Society for the Philosophy of Aesthetic Medicine widmet sich der wissenschaftlichen Untersuchung der philosophischen, ethischen und sozioökonomischen Grundlagen ästhetischer Medizin. Im Mittelpunkt stehen die Doppelrolle des Arztes als medizinischer Verantwortungsträger und Unternehmer, die Bedingungen unabhängiger Behandlungsempfehlungen, der individuelle und gesellschaftliche Nutzen ästhetischer Veränderungen sowie der Wandel von Zugang, Exklusivität, Luxus und sozialem Status. Die Gesellschaft fördert Forschung, interdisziplinäre Diskussion, wissenschaftliche Veröffentlichungen und öffentlich zugängliche Bildung. Sie untersucht unterschiedliche Organisations- und Versorgungsmodelle, ohne deren Überlegenheit aufgrund von Preis, Exklusivität oder wirtschaftlicher Zugehörigkeit vorauszusetzen.
Philosophische Grundlagen. Medizinethischer Auftrag.
ASPHAM stellt die Arbeit an ästhetischen Urteilen und ärztlicher Verantwortung in den Mittelpunkt ihres wissenschaftlichen Programms. Baumgartens Aesthetica und Percivals Medical Ethics bilden die historischen Referenztexte zweier eigener Editions- und Diskussionsreihen. Die Society arbeitet weder an der Vermarktung eines bestimmten Schönheitsideals noch an der historischen Rechtfertigung eines Geschäftsmodells. Ihr Programm untersucht die Gründe ästhetischer Wünsche, die Bedingungen patientengerechter Empfehlungen und den Unterschied zwischen persönlichem Nutzen und gesellschaftlichem Status. Historische Texte, gegenwärtige Argumente und empirische Befunde werden dabei nicht gleichgesetzt. Die Verbindung dieser Ebenen muss in jedem Beitrag nachvollziehbar begründet werden.
Wissenschaftliche Haltung
Hohe Preise beweisen keine höhere Qualität. Niedrige Preise beweisen keine schlechtere Versorgung. Ein Interessenkonflikt beweist kein Fehlverhalten. Und eine Behandlung verliert ihren persönlichen Wert nicht automatisch dadurch, dass andere sie ebenfalls erhalten können. Diese Unterscheidungen bestimmen die Forschungsagenda.
Gegenstand und Grenzen
Die Society untersucht Gründe, Werte, Anreize, Nutzen und gesellschaftliche Bedeutung. Sie vermittelt keine Behandlungen, bewertet keine einzelnen Ärzte und vergibt keine käuflichen Qualitätssiegel.
Unter welchen Bedingungen entstehen verantwortbare Empfehlungen und tatsächlicher Patientennutzen?
